Familie Freya

Elternschaft, Beziehung, Persönlichkeitsentwicklung

Kategorie: Geburt

Bericht über meine Fehlgeburt

Fehlgeburt – ein schwieriges und hoch emotionales Thema über das es meiner Meinung nach nicht genügend Informationen gibt. Als ich letztes Jahr mit dem Thema konfrontiert war, suchte ich stundenlang im Internet und fand nur wenige Berichte, die mir Mut machten. Ich hoffe mit meinem Bericht ein wenig dazu beitragen zu können, dieses Thema aus dem Schatten zu holen.

Achtung – Triggerwarnung! Der Beitrag ist ziemlich emotional. Ich denke das liegt in der Natur der Sache.

Mitte September haben wir festgestellt, dass wir schwanger sind. Die Freude war riesig. Wir hatten es ja nun schon eine Zeit lang versucht und endlich hatte es geklappt. Innerhalb weniger Minuten waren die wichtigsten Menschen informiert. Ich machte mich sofort auf die Suche nach einem Gynäkologen oder einer Gynäkologin. Ich wollte ja eine Hausgeburt mit Hypnobirthing und daher achtete ich darauf, dass mein zukünftiger Gynäkologe nicht rein schulmedizinisch agiert. Tja, das hätte ich mir sparen können. Im Internet fand ich dann eine Gynäkologin die eigentlich perfekt hätte passen müssen. Ich machte mir einen Termin aus und war total aufgeregt. Ich wollte unbedingt so früh wie möglich hin, damit ich dieses Mal genauer weiß, in der wie vielten Woche ich bin.

Der Tag des Termins kam –
der 09.10.2018. – und ich wartete 2 Stunden trotz Termin. Puh, das war schon ziemlich nervig, aber gut, ich war ja immer noch in meiner Babyblase voller Vorfreude. Endlich wurde ich aufgerufen und es hieß ich wäre in der 5. Woche. Die Ärztin meinte zwar, das wäre jetzt nicht sicher und so genau zu sagen. Ich bot ihr an im Kalender nachzusehen welche Termine für die Empfängnis in Frage kamen, sie lehnte ab – vollkommen unnötig, das könne sie auch so. Da schrillten meine Alarmglocken, aber nur ganz leise und ich schob sie weg. Ich war ja noch in meiner Babyblase. Ich sollte in 2 Wochen wieder kommen für die erste Mutter Kind Pass Untersuchung. Erneut schrillten meine Alarmglocken – erneut schob ich sie weg. Laut Ärztin war alles okay und ich war in der 5. Woche, das stimmte mit meinen Berechnungen überein.

Der kleine Unfall

Die Woche darauf hatten wir Besuch und mein Verlobter wollte unbedingt ins Donauzentrum. Eigentlich wollte ich zu Hause bleiben, aber erneut hörte ich nicht auf mein Bauchgefühl. Ich ging mit. Mir war immer noch so schlecht von der Schwangerschaftsübelkeit. Bei Kind Nummer 1 war ich ja davon zum Glück verschont geblieben. Wir hatten ein paar tolle Stunden und irgendwann wurde der Sohnemann knatschig. Wir befanden uns im oberen Stockwerk und da unser Sohnemann Rolltreppen toll findet, ist mein Verlobter mit ihm auf einer gefahren. Dummerweise schob ich den Kinderwagen und musste ebenfalls die Rolltreppe für Rollstuhlfahrer nutzen. Da passierte der Unfall. Die beiden Männer in meinem Leben blieben einfach am Ende der Rolltreppe stehen und wichen nicht aus. Mein Instinkt setzte ein und um mein Kind nicht mit dem Kinderwagen zu rammen, lenkte ich ihn gegen die Bande.

Nur Sekunden später habe ich den Kinderwagen in den Bauch bekommen. Ich hatte fast sofort ziemliche Schmerzen im Unterleib und machte mir furchtbare Sorgen. Panisch lief ich aufs Klo um nachzusehen ob ich blutete – nichts. Ich war ein wenig beruhigter, doch die Schmerzen hörten nicht auf. Also setzte ich mich hin und wartete ab. Nach ungefähr 20 Minuten waren die Schmerzen verschwunden und ich hoffte das Beste. Wir überlegten ins Krankenhaus zu fahren, doch ich hatte die Woche darauf sowieso einen Termin bei meiner Frauenärztin, daher warteten wir einfach ab. Trotzdem blieb in meinem Kopf der Gedanke zurück – was wenn ich mein Kind damit getötet habe? Was, wenn ich jetzt eine Fehlgeburt habe?

Unsensible Frauenärztin

Die Woche darauf ging ich also mit meiner Mutter und meinem Kleinen zur Frauenärztin. Wir warteten erneut über eine Stunde – trotz Termin – und wurden recht genervt empfangen. Unser Kleiner war natürlich nicht mehr gewillt zu warten und anscheinend war meine Gynäkologin nicht sonderlich begeistert von seiner Anwesenheit. Als ich auf dem Stuhl saß, verging vielleicht eine Minute, dann kam die Diagnose „das Baby ist zu klein. Vermutlich ist es schon tot.“ Ich war vollkommen entgeistert. Die Ärztin hatte das Ultraschallgerät nicht eine Sekunde lang ruhig gehalten und man konnte auf dem Ultraschall nicht einmal die Fruchthöhle oder den Dottersack wirklich sehen, aber angeblich wusste sie, dass mein Kind tot war? Ich zog mich an und nahm die Überweisung ins Krankenhaus entgegen. Mein Kind war bereits wieder am quengeln und ich wollte nur mehr raus aus dieser Praxis. Einen erneuten Termin wollte sie auch nicht mehr ausmachen. Sie sah ja keinen Grund dafür. Auf der Überweisung stand „Missed Abort“ – Versteckte Fehlgeburt.

Gefühlswirrwarr

Es war, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Wir haben uns so sehr auf unser zweites Kind gefreut und nun sollte das Ganze schon vorbei sein? Obwohl die Ärztin die Woche nicht genau sagen konnte? Im Mutter-Kind-Pass standen interessanterweise, auch ganz andere Dinge, als sie mir gesagt hatte. Am 9.10. war ich gerade in der 5. SSW und nur 2 Wochen später schon in der 9. SSW? Ich wurde direkt nach der Übergabe der Überweisung mit den Worten „Ich gebe Ihnen den Mutter-Kind-Pass trotzdem mit“ verabschiedet, soll aber über Gymnastik aufgeklärt worden sein? Ehrlich gesagt fühlte ich mich veräppelt, war wütend und traurig. Ich glaubte der Ärztin nicht und beschloss, sie nie wieder aufzusuchen.

Auf ins Krankenhaus

Der nächste Tag war ein Feiertag, doch da es hieß, ich solle gleich am nächsten Tag ins Krankenhaus, fuhr ich hin. Nur um wieder nach Hause geschickt zu werden. Ich hatte keinerlei Beschwerden, daher solle ich am Montag wiederkommen. Gut, ab nach Hause und weiter bangen. Montag Vormittag war ich erneut im Krankenhaus und wartete fast 3 Stunden darauf, dass man mich endlich untersuchte und mir sagte, dass alles okay war. Als ich endlich in den Behandlungsraum „durfte“, war mir eiskalt. Ich zitterte und hoffte, dass die andere Ärztin sich geirrt hatte. Die Gynäkologin im Krankenhaus nahm sich Zeit und sah sich alles genau an. Sie meinte es könnte sein, dass mein Kind noch lebt und ich solle doch in 7-10 Tagen erneut kommen. Je später desto besser, denn dann sollte man auf jeden Fall bereits einen Herzschlag sehen können. Ich befand mich laut ihrer Rechnung gerade erst in der 6. SSW. Ich klammerte mich an diesen kleinen Hoffnungsschimmer und wartete brav 10 Tage ab. Jeden Tag betete ich darum – bitte keine Fehlgeburt, bitte lass mein Kind noch leben. Ich bin nicht gläubig, aber das half mir in dieser Zeit immens.

Ihr Kind ist tot …

Am 8.10. fuhr ich erneut ins Krankenhaus. Ich wartete erneut fast 3 Stunden und hoffte wirklich, dass alles in Ordnung war. In der Zwischenzeit war meine Schwangerschaftsübelkeit vollkommen verschwunden, ein schlechtes Zeichen. Endlich ging die Tür auf und ich wurde untersucht. Auch dieses Mal dauerte die Untersuchung einige Minuten, damit nichts übersehen wurde. „Es tut mir furchtbar leid, Ihr Kind ist tot.“ Das war der schlimmste Moment für mich. Ich hatte mich bisher an die Hoffnung klammern können, dass es vielleicht nur zu klein war um bereits einen Herzschlag zu haben. Dass mein Baby sich vielleicht nur hinter dem Dottersack versteckt hatte. Stundenlang habe ich Google befragt und Geschichten über falsch festgestellte und wirkliche Fehlgeburten gelesen. Ich kannte die Symptome und beobachtete meinen Körper und jedes Anzeichen argwöhnisch. Doch in dem Moment war auch meine letzte Hoffnung verschwunden, ich hatte es bereits geahnt und nun war es offiziell. Ich zog mich an und setzte mich dann neben die Ärztin. Sie erklärte mir, dass das leider „normal“ sei. Ungefähr ein Drittel der Schwangerschaften endeten mit einer Fehlgeburt. Ein schwacher Trost.

Ausschabung oder nicht?

Sie überfiel mich sofort damit, dass es für mich nur 2 Möglichkeiten gäbe. Dann korrigierte sie sich und meinte, es gäbe eigentlich nur eine. Die Ärztin fragte mich, wann ich Zeit hätte um die Ausschabung vornehmen zu lassen und ich machte wie in Trance einen Termin für die nächste Woche aus. Anschließend gab man mir eine Mappe mit wichtigen Informationen und schickte mich direkt zur Anästhesie-Anmeldung. Ich schrieb allen, die von der Untersuchung wussten. Dann brach ich im Gang zusammen. Ich weinte eine Zeit lang still vor mich hin. Die Fehlgeburt bedeutete, dass mein Kind wirklich tot war. Ich weinte um mein Kind, um meine Hoffnung, um den Verlust. Schon jetzt liebte ich mein ungeborenes Kind und es war einfach fort. Ich konnte es nicht fassen. Nach ein paar Minuten hatte ich mich wieder gefasst. Immerhin musste ich ja noch einige Formulare unterschreiben.

Bei der Anmeldung zur Anästhesie wartete ich erneut eine halbe Stunde. Ich füllte die notwendigen Fragebögen aus, wurde aufgerufen und dann durfte ich nach Hause. Endlich zu Hause angekommen, dämmerte mir langsam, dass ich mein Kind wirklich und wahrhaftig verloren hatte. Kaum war ich durch die Türe gekommen, musste ich erneut weinen.

Zusätzlich zu dem Verlust meines Babys kam noch der Stress der bevorstehenden Operation. Eigentlich wollte ich diese nicht durchführen lassen. Nicht nur, dass ich meinen Körper damit komplett umging und ihm die notwendige Arbeit abnahm, dass Kind selbst zu gebären. Nein, ich müsste dafür auch meinen Wirbelwind 3 Tage lang alleine lassen. Ich überlegte lange hin und her und beschloss, dass ich noch warten würde. Als der Tag der Anmeldung im Spital kam, hatte ich Fieber, also musste die Operation so oder so verschoben werden. Morgens rief ich auf der gynäkologischen Station an, wurde 3x hin und her geleitet, bis die Dame am anderen Ende der Leitung schlussendlich einfach meinen Namen aufschrieb. Ich wartete noch eine ganze Woche und dann setzten die Wehen ein.

Die Fehlgeburt

Am 20.11. setzten um kurz vor Mitternacht die Wehen ein. Kurz zuvor hatte ich mich noch per Whatsapp mit jemandem unterhalten und im nächsten Moment lief ich schon auf die Toilette. Insgesamt verbrachte ich 4 Stunden dort. Ich kann definitiv nicht empfehlen die Fehlgeburt auf der Toilette durchzustehen – nach einiger Zeit weiß man nicht mehr, wie man sitzen soll.

Mein Verlobter kümmerte sich in der Zwischenzeit großartig um unseren Kleinen und ich war froh, dass ich gewartet hatte. Ich will nichts beschönigen – es war blutig und es war genauso anstrengend wie eine normale Geburt. Ich hatte die Woche zuvor immer wieder mit mir gerungen und mir Vorwürfe gemacht. Hätte ich besser aufgepasst, wäre das alles nicht passiert. Nach der Fehlgeburt konnte ich jedoch endlich wirklich abschließen und fühlte mich fast befreit. Die ersten Wehen waren recht leicht, nach kurzer Zeit jedoch merkte ich, wie die Presswehen begannen. In den ersten 3 Stunden konnte ich mich kaum bewegen, weil ich innerhalb weniger Sekunden eine komplette Binde durch geblutet hätte. Mein Verlobter brachte mir mein Handy und gegen Ende hin einen Sitzhocker, damit ich mich zwischendurch beschäftigen bzw ablenken und abstützen konnte.

Als die Wehen weniger wurden, wagte ich es nach draußen um mir eine Decke zu holen. Außerdem holte ich mir etwas zu trinken und aß ein wenig Schokolade. Ich merkte, dass mein Kreislauf durch die Anstrengung schon sehr im Keller war, genauso wie bei meiner letzten Geburt. Naja, eine Fehlgeburt ist nun mal auch eine richtige Geburt. Lange war die Zeitspanne jedoch nicht, denn die Wehen begannen erneut und ich merkte, wie ich wieder begann stärker zu bluten. Als ich gegen 4:30 endlich davon überzeugt war, dass das Schlimmste vorbei war, ging ich direkt unter die Dusche und ins Bett.

Die Zeit danach

Entgegen meines Wissens sagte ich unser geplantes Thanksgiving-Essen jedoch nicht ab. Ich würde jeder Frau empfehlen sich die ersten Tage hinzulegen und auszuruhen. Ich hätte diese Zeit dringend gebraucht. Stattdessen stand ich stundenlang in der Küche. Andererseits hat der Abend mir auch gut getan, da ich mich von den Nachwehen ablenken konnte. Ab dem 23.11. verbrachte ich ungefähr eine halbe Woche fast nur sitzend oder liegend. Diese Zeit war sehr wohltuend. Ich konnte mich regenerieren und dadurch waren die Nachwehen erträglich.
Die Nachwehen haben nur sehr kurz angedauert und waren bereits nach 1 1/2 Wochen komplett verschwunden. Am 01.12. wurden die Blutungen endlich schwächer und nach ein paar weiteren Wochen waren sie dann endlich verschwunden.
Auch nach der Fehlgeburt hatte ich immer wieder Phasen in denen ich blutige Klumpen in meiner Binde fand, doch diese wurden immer weniger.

Die Nachkontrolle habe ich von einem anderen Frauenarzt machen lassen – am 10.01.2019. Laut der Gynäkologin die mich untersucht hat, war alles in Ordnung. Eventuell mit viel Fantasie war da noch ein ganz minimaler Rest zu finden, aber sie meinte, mein Körper würde das alleine regeln. Sie gab uns das Okay es wieder zu probieren. Sollte der Körper bereit sein, könnte es sofort klappen. Wäre mein Körper noch nicht bereit, dann wird es halt eine Weile dauern. Ich fragte nach, ob man noch ausschaben oder irgendwie nachhelfen müsste und sie verneinte vehement – zum Glück! Die Ärztin meinte, sie fände es schade, dass heute so viele Fehlgeburten direkt mit einer Ausschabung endeten und man dem Körper einfach Zeit geben müsse. Ich war froh, dass auch eine Ärztin meine Meinung zu diesem Thema teilte.

Hoffnung

Als ich auf der Suche nach Antworten war, gab es viele widersprüchliche Informationen und teilweise wurde einfach nur gesagt „geh zur Ausschabung und bring es hinter dich“. Die Entscheidung ob man auf die natürliche Fehlgeburt warten will oder nicht, sollte jede Frau selbst treffen können. Doch dafür benötigt man umfassende Informationen, die man leider von vielen Ärzten nicht bekommt. Ich wünsche jeder Frau in dieser Situation den Mut und die Kraft, die Aussagen der Ärzte erneut zu hinterfragen und nicht auf Aussagen wie „es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit“ hereinzufallen. Zur Not kann man auch mehrere Ärzte hinzuziehen um wirklich sicher zu sein. Lasst euch nicht unterkriegen und geht den Weg, der sich für euch richtig anfühlt. Es ist egal ob euer Arzt/eure Ärztin euch versteht – niemand steckt in eurer Haut und weiß, welchen Weg ihr wählen solltet. Keiner kann beurteilen, womit ihr besser abschließen könnt. Ich hoffe einfach, dass mein Beitrag einigen dabei helfen kann, eine Entscheidung zu treffen.

Von meiner These zu Hypnobirthing und der selbstbestimmten Geburt

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Ihr werdet gleich merken – da stecken ganz viele Emotionen in dem Post. Meine erste Geburt verlief leider nicht so schön. Ich wurde von den Anwesenden nicht ernst genommen und mir wurde eine Behandlung aufgedrängt, zu der ich ganz explizit „Nein“ gesagt habe. Darum ist es mir eine Herzensangelegenheit, dass jede Frau weiß, dass sie entscheiden darf, soll und sogar muss! Nicht nur für sich selbst sondern auch für ihr Kind. Viele Frauen zehren sehr lange an Geburtstraumata und diese können die Beziehung und Bindung zum Kind massiv beeinträchtigen. Darum bitte ich euch – steht für euch und eure Rechte ein.

Die Überschrift verrät es ja schon – es geht um Hypnobirthing. Ich habe das Buch dazu bereits durchgelesen und dachte an so vielen Stellen „Ja! Genau das ist es!“ Ich hatte so viel Aha-Erlebnisse und wieso man heutzutage teilweise so rücksichtslos mit den Bedürfnissen der gebärenden Frauen umgeht wird so einfach erklärt und dargestellt – definitiv lesens- und empfehlenswert. Doch das ist ja heute nicht der Hauptpunkt. Nein, es geht um meine These zu dem Thema.

Warum ich davon überzeugt bin, dass Hypnobirthing funktioniert

Man liest ja an vielen Stellen Erfahrungsberichte zu diesem Thema. Ganz viele sind total begeistert, andere sagen es hat geholfen, aber die Schmerzen nicht genommen und dann gibt es noch die, die total enttäuscht sind. Wie kommt es, dass das für einige funktioniert und andere nicht? Wieso darf nur ein Teil der Frauen ohne Schmerzen und selbstbestimmt gebären? Was zur Hölle ist der Unterschied?

Bevor ich euch jetzt schreibe was der Unterschied ist, sage ich euch eines – es ist einfach. Es ist so verdammt einfach, dass ihr wahrscheinlich dazu geneigt seid den Beitrag einfach zu schließen, die Augen zu verdrehen und es zu vergessen. Doch ich bitte euch inständig – lest den gesamten Beitrag zu Ende. Wirklich, es ist wichtig, weil es nicht nur auf Hypnobirthing anwendbar ist! Es kann euer gesamtes Leben auf den Kopf stellen. Ja ich weiß, ich verspreche viel – aber nichts, was ich nicht halten kann 😉

Der Glaube kann Berge versetzen

Der Unterschied zwischen diesen drei Gruppen ist folgendes – der Glaube daran, dass es wirkt. Wenn eine Frau sich dieses Buch kauft oder einen Kurs dazu macht und ernsthaft daran glaubt, dass es wirklich möglich ist und auch sie eine schmerzfreie und selbstbestimmte Geburt haben kann, dann wird sie Himmel und Hölle dafür in Bewegung setzen. Ja, so einfach ist das. Das ist der wichtige erste Schritt.

Von nichts kommt nichts

Was kommt nach dem Glauben? Das Tun. Ja, man muss auch wirklich etwas dafür tun. Man muss Zeit und eventuell auch Geld investieren. Die Übungen müssen wirklich regelmäßig gemacht werden und zwar nach den Angaben die im Buch stehen. Nicht „ach, wenn ich die Übungen 1-2 Mal mache und vor der Geburt noch 1-2 Mal dann wird das schon.“ Mädels, kneift eure Pobacken zusammen, setzt euch hin und macht die Übungen mindestens 3 Monate lang jede Woche mindestens 3 mal!

Ihr schafft es nicht euch in eurem normalen Leben, dass hoffentlich nicht so stressig ist hinzusetzen und die Übungen zu machen und erwartet dann, dass es während der Geburt klappt? Ihr könnt nicht nichts tun und dann denken, dass es in einer Extremsituation funktioniert in der ihr im schlimmsten Fall auch noch alleine seid und die Ärzte euch zu etwas drängen wollen, was ihr nicht wollt! Bitte bitte macht die Entspannungsübungen. Gerade in der heutigen Zeit in der wir uns so selten entspannen können, müssen wir Entspannung üben. Mit jedem Mal wird die Entspannung tiefer und es geht schneller. Ihr wollt eine entspannte Geburt – dann übt die Entspannung.

Methode oder Haltung?

Schritt Nummer 3 – Hypnobirthing ist keine Methode, es ist eine innere Haltung. Was meine ich mit innerer Haltung? Hypnobirthing ist mehr, als eine Möglichkeit eine angenehme Geburt zu haben. Es geht um den Blick auf die Geburt und die Frau als Gebärende. Es geht um das Vertrauen in seinen Körper und die Natur. Hypnobirthing ist so viel mehr als nur atmen und entspannen.

Die vorgeschlagenen Techniken lassen sich auch prima in den Alltag integrieren. Warum ist es so schwer die Haltung anzunehmen? Weil wir mit anderen Glaubenssätzen aufgewachsen sind. Deswegen erfordert es viel Zeit und Willenskraft seine Haltung zu ändern. Wenn ihr eine entspannte Geburt wollt, dann um Gottes Willen, entspannt euch regelmäßig. Ja, unsere Gesellschaft bringt uns von klein auf bei, dass wir alles sofort haben können und alles schnell geht, aber so läuft das nun mal leider nicht. Wenn ihr jeden Tag Stress habt und euch nicht in eine entspannte Haltung begeben könnt, dann klappt Hypnobirthing auch nicht. Ihr befindet euch in einem Zustand von Dauer-Stress und auch Entspannung will wie gesagt gelernt sein. Nehmt euch die Zeit, ihr werdet es nicht bereuen.

Ihr müsst loslassen, auf euren Körper und die Natur vertrauen, ihr müsst euch entspannen können.

Freya

Zusammengefasst heißt das: Ihr müsst es wollen, ihr müsst daran glauben, ihr müsst etwas dafür tun und dann müsst ihr euch im richtigen Moment daran erinnern. Klingt zwar anstrengend, aber es heißt nicht umsonst der Wille kann Berge versetzen. Wenn ihr irgendwo in euch noch einen kleinen Zweifel spürt, der sagt „das kannst du eh nicht“ oder „das ist Schwachsinn“, dann kann es sein, dass es nicht funktioniert. Denn dann fehlt euch der Glaube. Ihr müsst loslassen, auf euren Körper und die Natur vertrauen, ihr müsst euch entspannen können. Es hilft nichts, wenn ihr die Übungen macht und in euch dauernd diese kleine nervige Stimme lacht, weil das ja eh nicht funktionieren wird. Bringt diese Stimme zum Schweigen.

Umgebt euch mit Menschen die euch unterstützen bei diesem Vorhaben. Wisst ihr wie oft ich schon gehört habe „das funktioniert nicht“? Ich ignoriere diese Menschen einfach. Wieso sollte ich auch auf jemanden hören, der sich mit dem Thema nie beschäftigt hat? Also Mädels – ihr wollt eure Traumgeburt? Holt sie euch, ich bin mir absolut sicher, dass es funktionieren wird. Ich beginne jetzt schon mit Entspannungsübungen, damit ich wenn es soweit ist meine Traumgeburt haben kann. Ich meditiere, ich mache geführte Hypnosen und ich mache PMR. Es lohnt sich jetzt schon, denn ich bin viel entspannter, ruhiger und ruhe in mir.

Es hilft nichts, wenn ihr die Übungen macht und in euch dauernd diese kleine nervige Stimme lacht, weil das ja eh nicht funktionieren wird. Bringt diese Stimme zum Schweigen. Umgebt euch mit Menschen die euch unterstützen bei diesem Vorhaben. Wisst ihr wie oft ich schon gehört habe „das funktioniert nicht“? Ich ignoriere diese Menschen einfach. Wieso sollte ich auch auf jemanden hören, der sich mit dem Thema nie beschäftigt hat? Also Mädels – ihr wollt eure Traumgeburt? Holt sie euch, ich bin mir absolut sicher, dass es funktionieren wird. Ich beginne jetzt schon mit Entspannungsübungen, damit ich wenn es soweit ist meine Traumgeburt haben kann. Ich meditiere, ich mache geführte Hypnosen und ich mache PMR. Es lohnt sich jetzt schon, denn ich bin viel entspannter, ruhiger und ruhe in mir.

Die selbstbestimmte Geburt

Gibt es noch einen Tipp um das Ganze begreiflicher zu machen? Vielleicht – was bedeutet denn eine selbstbestimmte Geburt eigentlich? Selbstbestimmt – das sagt ja schon ganz viel aus. Man bestimmt etwas selbst. Da schwingt auch Verantwortung mit, der Glaube daran, dass man etwas bestimmen darf/kann/soll, dass man Grenzen setzt und andere diese respektieren. Ihr seht in diesem einen kleinen Wort steckt ganz viel und vor allem ganz viel Macht. Ihr bestimmt darüber, wie ihr euer Kind auf die Welt bringt. Keine Hebamme, kein Arzt, kein Mann und keine Frau hat das Recht euch zu sagen wie eure Geburt ablaufen soll.

Heutzutage gehen viele davon aus, dass die anderen es besser wissen. Sie haben ja so viel Erfahrung damit. Ja, es kann sein, dass ein Arzt viel Erfahrung mit Geburten hat. Doch es kann auch sein, dass er persönlich Kaiserschnitte bevorzugt. Wenn ihr keinen Kaiserschnitt wollt, an so einen Arzt geratet und dann in der Geburt vor eine Wahl gestellt werdet, ohne Unterstützung und mit der Präferenz des Arztes im Hinterkopf, dann kann es leicht passieren, dass ihr einer Behandlung zustimmt, die ihr eigentlich nicht wollt.

Das heißt nicht, dass jeder Arzt Kaiserschnitte bevorzugt oder dass Kaiserschnitte schlecht sind! Das ist nur ein Beispiel dafür, was passieren kann, wenn ihr euch im Vorhinein keine oder nicht ausreichend Gedanken über eure Geburt macht. Macht euch einen Plan, nehmt euch eure Hebamme beiseite oder euren Gynäkologen und besprecht eure Optionen – alle Optionen! Jeder Mensch hat Präferenzen und dann wird eine Option vielleicht unter den Tisch fallen, nicht aus Bosheit sondern weil man sie vergisst oder für irrelevant erachtet. Informiert euch über alle Wege, Behandlungen, Eingriffe und Methoden.

Hypnobirthing heißt ja nicht – ihr müsst auf natürlichem Weg, ohne Schmerzmittel und zu Hause gebären. Es heißt – ihr habt die Wahl.

Freya

Nur wenn ihr alle Informationen habt könnt ihr euch auch entscheiden. Hypnobirthing heißt ja nicht – ihr müsst auf natürlichem Weg, ohne Schmerzmittel und zu Hause gebären. Es heißt – ihr habt die Wahl. Ihr dürft euch entscheiden was sich für euch richtig und sicher anfühlt. Ihr wollt im Krankenhaus mit PDA entbinden? Tut das! Ihr wollt unbedingt einen Kaiserschnitt – okay! Am liebsten würdet ihr zu Hause bleiben? Dann sucht euch eine Hausgeburtshebamme die euch unterstützt.

Es ist so ungeheuer wichtig, dass ihr euer Recht auf eine selbstbestimmte Geburt einfordert. Nur durch die Änderungen im Kleinen wird sich auch im Großen etwas ändern. Nur wenn wir auf unsere Rechte bestehen, können wir unsere Grenzen verteidigen!

Du willst dich in das Thema Hypnobirthing einarbeiten? Dann besorg dir direkt das Buch*.

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